EuromedClinic, Aktuelle Presseinformationen

Aufnahme der EuromedClinic in den Krankenhausplan entgegen Vergleichsempfehlung des Verwaltungsgerichtes abgelehnt

EuromedClinic: „Minister Söder handelt verfassungswidrig, bürgerfeindlich und verbreitet Fehlinformationen an das Gericht.“ CSU-Parteimitglieder sind überrascht und enttäuscht.

Fürth. Der bayerische Gesundheitsminister Söder lehnt einen Vergleich mit der EuromedClinic über Aufnahme in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern und damit die Möglichkeit gesetzlich Versicherte zu behandeln, endgültig ab. Dies teilte das Ministerium der EuromedClinic nach der Sitzung des Krankenhausplanungsausschusses am 28.5.2009 mit. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht Ansbach die Parteien aufgefordert sich zu vergleichen und mitgeteilt, dass „Zweifel bestehen“, ob die Ablehnung des Antrags der EuromedClinic „ermessensfehlerfrei erfolgt ist“.

Die EuromedClinic wird nun nach 15 Jahren vergeblicher Verhandlungen die anhängige Klage durchstreiten und den Minister zusätzlich wegen bewusster Rechtsbeugung auf Amtshaftung verklagen.

„Minister Markus Söder hat das Gericht und uns dreist belogen: Im Februar hatte er persönlich versprochen, einen Kompromiss auszuhandeln und um Zusendung eines Vorschlags gebeten“, erläutert Geschäftsführer Dr. med. Guido Quanz den Ablauf. „Nachdem zwei Monate keine Reaktion erfolgt war, haben wir den Minister noch einmal angeschrieben. Dieser antwortete wieder nicht, ließ allerdings dem Gericht mitteilen, die Verhandlungen kämen gut voran und benötigten noch etwas Zeit. Die gerichtliche Frist für einen Vergleich wurde darauf um weitere zwei Monate verlängert. In einem von der EuromedClinic dringend erbetenen Termin wurde uns vor einer Woche vom Ministerium überraschend mitgeteilt, dass es völlig offen sei, ob man einen Vergleich überhaupt eingehe. Kurz danach wurde uns telefonisch die Ablehnung mitgeteilt.“

„Minister Söder, – Dr. der Rechtswissenschaften –, verhält sich bewusst rechtswidrig“, ergänzt der zweite Geschäftsführer Dr. med. Clemens Ritter von Kempski. „Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass der Vielfalt der Krankenhausträger bei der Planung besondere Bedeutung zukommt und es keinen Bestandsschutz für bestehende Plankrankenhäuser gibt. Mit seiner Ablehnung ignoriert Minister Söder geltendes Recht und Ministerialdirigent Knorr, – ebenfalls Dr. der Rechtswissenschaften –, meinte dazu, dass man hoffe, das Bundesverfassungsgericht käme irgendwann zur Besinnung. Bis dahin mache man, was man für richtig halte.“

Beispielhaft für verschiedene CSU-Parteimitglieder ist der langjährige, frühere Landtagsabgeordnete Günter Gabsteiger von der Entscheidung Söders überrascht und enttäuscht. „ Minister Söder hat mir in verschiedenen Gesprächen ausdrücklich zu verstehen gegeben, dass man sicher einen guten Kompromiss finden würde: Seit Jahren bietet die EuromedClinic hervorragende medizinische Versorgung für Privatpatienten an. Dies muss auch für gesetzlich Versicherte möglich sein!“

Die EuromedClinic hat Ihren Antrag auf 100 Planbetten mit den im Krankenhausgesetz festgelegten Kriterien „Trägervielfalt“ und „wirtschaftliche Sicherung freigemeinnütziger und privater Träger“ begründet (von den 8785 Betten in Mittelfranken sind nur 1,5 Prozent in privater Trägerschaft). Zusätzlich wird auf den offensichtlichen Bedarf, – die städtischen Kliniken in Nürnberg und Fürth kämpfen seit Jahren mit Gangbetten –, verwiesen sowie eine Verbesserung der Versorgungsqualität in der Region durch mehr Wettbewerb zwischen den Kliniken um Patienten gefordert.

Die Hoffnungen der EuromedClinic ruhen nun auf dem Gericht und einem Machtwort von Ministerpräsident Seehofer. Der hat noch im letzten Jahr in einem ähnlichen Fall der bayerischen Krankenhausplanung von einem „undurchsichtigen System“ und der „hässlichsten Erfahrung in 30 Jahren Politik“ gesprochen (SZ, 6.9.2008).

Pressekonferenz mit Interviewmöglichkeit der beiden Geschäftsführer:
4. Juni 2009, 11 Uhr, EuromedClinic, Europaallee 1, Fürth




2. Juni 2009

Kontakt für Rückfragen:
Geschäftsführung EuromedClinic
Dr. med. Clemens Ritter von Kempski, Tel. 0911-9714-502
Dr. med. Guido J. Quanz, Tel. 0911-9714-502


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