Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Angststörungen


Wenn jemand auf eine bestimmte Situation mit unangemessener Angst reagiert, sprechen wir von einer Angststörung. Angst ist eine angeborene Gefühlsreaktion, die durch die Wahrnehmung gefährlicher Situationen ausgelöst wird und für das Überleben des Individuums und der Art unverzichtbar ist. Die natürliche Angstreaktion löst eine Vielzahl von körperlichen und seelischen Vorgängen aus (z.B. Blutdruckerhöhung, Pulsbeschleunigung, Muskelanspannung, erhöhte Aufmerksamkeit usw.).
Bei der Angsstörung entsteht heftige Angst, auch wenn der Anlass dieser Angst die Heftigkeit der Angstreaktion nicht erklären kann. Wir unterscheiden die Phobien (gerichtete Angst, z.B. Angst vor engen Räumen oder vor dem Fahrstuhlfahren= Klaustrophobie) von diffuser Angst (ungerichtete Angst), z.B. bei der Panikstörung; hier tauchen panische Zustände "wie aus dem Nichts" auf.
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Die Therapie der Wahl bei Angststörungen ist heute die Verhaltenstherapie. Mit dem Patienten wird sein persönlicher "Teufelskreis der Angst" erarbeitet: welche körperlichen und seelischen Prozesse laufen ab bis zum Angstanfall? Welches Verhalten hat das zur Folge? In der Regel geht jede Angsstörung mit einem Vermeidungsverhalten (Vermeidung der angstauslösenden Situation) einher. Deshalb wird im zweiten Schritt der Therapie angestrebt, diese Vermeidung aufzugeben und sich der angstauslösenden Situation zu stellen. Damit wird die Erfahrung ermöglicht, daß die Angst geringer wird, während sie bei Vermeidung der kritischen Situation in der Regel grösser wird (in Einzelfällen bis hin zur "Angst vor der Angst").
Liegen Persönlichkeitsstörungen vor, die häufig mit ungerichteter und existentieller Angst verbunden sind, wird eine strukturaufbauende Therapie angewendet: hier lernt der Patient durch Selbstbeobachtung und Rückmeldungen des Therapeuten, die angstauslösenden Situationen besser einschätzen und kontrollieren zu können.
Gestaltungstherapie unterstützt den therapeutischen Prozess durch Einsatz kreativer Mittel: Malen und Zeichnen, arbeiten mit Ton oder anderen bildnerischen Materialien.
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