Behandlungsspektrum, EuromedClinic

Stimmstörung (Dyshonie)


Heiserkeit ist das Symptom einer Stimmstörung und bezeichnet einen gestörten Stimmklang.
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Die Heiserkeit entsteht als Folge einer Kehlkopferkrankung. Hierbei unterscheidet man zwischen organischen und funktionellen Stimmstörungen, also solchen, die durch eine Organveränderung gekennzeichnet sind oder nur durch eine Funktionsstörung.
Für die Entstehung organischer Veränderungen können Entzündungen, Fehlbelastungen oder schädigende Einflüsse (z.B. durch Rauchen) oder Verletzungen verantwortlich sein. Funktionelle Stimmstörungen können entstehen, wenn das Gleichgewicht zwischen den individuellen stimmlichen Möglichkeiten und der tatsächlichen Belastung der Stimme kippt.
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Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind bei starker Stimmbelastung oder bei möglichen Risiken (z. B. Rauchen oder Arbeiten in staubiger Umgebung, häufiges Sodbrennen) empfehlenswert. Menschen mit hoher Stimmbelastung sollten ihre Stimme regelmäßig trainieren und Risiken vermeiden.
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Stimmstörungen können sich durch eingeschränkte Stimmfähigkeiten (z.B. Heiserkeit, eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit bis zum Stimmversagen) äußern. Aber auch Druckgefühl oder Kratzen im Hals, Trockenheitsgefühl, häufiges Räuspern oder Husten können auf eine Erkrankung des Kehlkopfes hinweisen.

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Die Diagnostik beinhaltet verschiedene Verfahren:

• Die Untersuchung des Kehlkopfes und der Resonanzräume oberhalb des Kehlkopfes. Hierzu stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung wie die Stroboskopie oder die Hochgeschwindigkeitsglottographie.
• die Messung der akustischen Eigenschaften der Stimme
• die Erfassung des Stimmklangs
• individuell abgestimmte weitere Untersuchungen, um Einflüsse auf die Stimme zu erfassen (z. B. Gehöruntersuchungen, da das Hören für die Kontrolle der eigenen Stimme wichtig ist)
Die Untersuchungen sind zwar etwas zeitaufwändig, aber in der Regel nicht belastend.
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Die Behandlung wird individuell abgestimmt auf die Art, das Ausmaß der Störung und auf die Beschwerden und Erwartungen des Patienten. Wichtig ist uns hierbei, nicht nur Veränderungen des Kehlkopfes isoliert zu betrachten, sondern Erkrankungen am Kehlkopf in ihrem gesamtkörperlichen Zusammenhang zu erfassen und zu behandeln. Bei andauernden Organveränderungen kann eine chirurgische Therapie ratsam sein, bei funktioneller Stimmstörung ist meist eine Übungsbehandlung angezeigt.
Wenn eine akute Entzündung der Stimmlippen vorliegt, ist die wichtigste Maßnahme die Schonung der Stimme. Sonst kann die Entzündung zu Narben führen, die die Stimme dann dauerhaft beeinträchtigen könnten. Medikamente verringern die Entzündungen, Inhalationen (v.a. Sole-Inhalationen) werden zur Schleimhautpflege eingesetzt.
Chronische Entzündungen der Stimmlippen können zu Gewebeverdickungen der Schleimhaut führen, die die Stimme dauerhaft beeinträchtigen. Solche Schleimhautverdickungen können prinzipiell entarten. Darum ist eine intensive Therapie mit anschließenden regelmäßigen Kontrolluntersuchungen notwendig.
Die chirurgische Behandlung von Organveränderungen des Kehlkopfes kann in örtlicher oder Vollnarkose erfolgen. Hierzu zählen z.B. die Entfernung von Polypchen, Knötchen, Zysten oder bleibende Gewebsverdickungen. In unseren Operationssälen und Behandlungseinheiten ist die sorgfältige Behandlung mit Mikroinstrumenten unter dem Mikroskop gewährleistet, um die Stimmlippen so gering wie möglich zu verletzen. Eine intensive Nachbehandlung mit Stimmschonung ist anschließend notwendig.
Das Einspritzen von Medikamenten in die Stimmlippen oder die Stimmlippenaugmentation kann ebenfalls in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose erfolgen. Für die Behandlung einer spasmodischen Dysphonie hat sich die Injektion von Botulinumtoxin in die Stimmlippen seit vielen Jahren bewährt. Die Augmentation, d.h. Verbreiterung der Stimmlippen bei Lähmungen oder Atrophie durch Einspitzen, erfolgt mit Materialien, die ähnliche elastische Eigenschaften haben wie das Stimmlippengewebe, so z.B. Kollagen oder Hyaluronsäure.
Eine Übungstherapie für die Stimme (Logopädie) wird meist zur Behandlung einer funktionellen Stimmstörung eingesetzt, kann aber auch bei organischen Veränderung und nach Operationen notwendig werden. Es gibt hierzu verschiedene Verfahren, die je nach Erkrankung kombiniert werden.
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